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Zum Ende der Seite springen Werder-Almanach 2009 - A bis D: Unersetzbare Kostbarkeit
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Werder-Almanach 2009 - A bis D: Unersetzbare Kostbarkeit Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zwölf Monate sind wie im Flug vergangen. Höhen und Tiefen, Jubel und Enttäuschung, Abschiede und Rückkehrer. 2009 – kein Jahr wie jedes Andere. Nicht leicht, dabei den Überblick zu behalten. Deswegen bietet WERDER.DE zum Jahresende einmal mehr den grün-weißen Almanach an. Werder 2009 von A bis Z, zum Erinnern und Schmunzeln. Heute: Teil 1 - A bis D:


Auswärtsjäger, die: “They say we're young and we don't know. We won't find out until we grow… Babe, I got you, babe”, schmachtet Cher mit ihrem Duett-Partner Sonny jeden Früh Punkt sechs Uhr Bill Murray – gefangen in einer Zeitschleife - aus dem Radio-Wecker in „Groundhog Day“ entgegen. Der hatte es allerdings verdient, spielte Murray im Hollywood-Streifen doch einen launenhaft herabwürdigen Wetterfrosch, der erst Stück für Stück seine persönliche Metarmophose zu einem besseren Menschen durchleben sollte. Dass es das Murmeltier jedoch eine Zeit lang auf Werder Bremen abgesehen hatte, entbehrt jeder plausiblen Begründung. Von März 2005 bis September 2009 bestritten die Grün-Weißen 16 DFB-Pokalspiele (plus ein Finale 2009), nur zwei davon daheim. Woran es in Sachen der Werderaner Auswärts-Kontinuität im DFB-Pokal der letzten Jahre lag? Ob die jeweilige Los-Fee ständig einen schlechten Tag erwischt hatte? In der vergangenen Spielzeit trieb es die Szenerie jedoch auf die Spitze. Ob gegen Nordhorn, Aue, Dortmund, den späteren Meister Wolfsburg oder schlussendlich im dramatischen Elfmeterschießen des Halbfinals gegen den HSV. Den Grün-Weißen blieb in allen fünf KO-Runden vor dem Finale im Olympiastadion lediglich das Gastrecht vorbehalten. Doch von wegen vermeintlicher Fluch. Am Ende - nach einem verdienten 1:0-Endspiel-Triumph vor über 74.000 Zuschauern gegen Bayer Leverkusen dank Mesut Özils Tor (58.) - stemmte Kapitän Frank Baumann im Mai den goldenen Pokal in den Berliner Abendhimmel. Es bleibt derweil „Baumis“ Geheimnis, ob er in den Augenblicken der Siegeszeremonie ein zartes „Babe, I got you, babe“ in sich hinein gesummt hat. Seit der 2. Runde des neuerlichen Wettbewerbs hält die Fee schon beständig neue Herausforderungen bereit: Heimspiele.

„Bafana bafana“, die: Am 11.Juni 2010 bestreiten Südafrika und Mexiko das Eröffnungsspiel der 19. Fußball-Weltmeisterschaft. „Bafana bafana“ – „die Jungs“ – wird die vom Brasilianer Carlos Alberto Parreira trainierte südafrikanische Mannschaft von ihren Anhänger am Kap der guten Hoffnung nur liebevoll gerufen, nachdem der Verband 1992 wieder offiziell in die FIFA aufgenommen wurde. Der Gastgeber war selbstverständlich gesetzt. Viele Werder-Profis dagegen haben die langen Qualifikations-Runden mit ihren Nationalteams bestreiten müssen – leider nicht allen blieb die Teilnahme an der Endrunde vergönnt. So erfüllte sich ein weiteres Mal Petri Pasanens „Traum“ von einem großen Turnier nicht. „Es gehört aber Losglück dazu“, schätzt der Finne die zukünftigen Chancen realistisch ein. Doch die Hoffnung hat Pasanen noch lange nicht aufgegeben.

Diesmal kamen die Nordeuropäer nicht an den zwei übermächtigen Gegnern Russland und Deutschland vorbei. In der DFB-Elf zählen Per Mertesacker und Mesut Özil zu den absoluten Leistungsträgern, Marko Marin stand seinen Mann, während Tim Wiese um das WM-Tor kämpft. Auch Aaron Hunt hat verdienter Weise den Anschluss geschafft. Genügend Werder-Potential steht weiterhin bereit: Torsten Frings oder Clemens Fritz, um nur zwei weitere zu nennen. Erstmals seit 1998 verpassten Markus Rosenbergs Schweden – wenn auch denkbar knapp - ein großes Turnier. Vor den Blau-Gelben landete Dänemark (Daniel Jensen) auf Platz eins, Portugal (Hugo Almeida) als Gruppen-Zweiter warf in den Play-Offs Bosnien Herzegowina aus dem Rennen. Sebastian Prödl und seine Österreicher verloren alsbald nach dem sensationellen 3:1-Auftaktsieg über Frankreich den Faden, landeten in Gruppe 7 auf Rang drei. In Carlos Dungas engem Blickfeld für die brasilianische Selecao befindet sich der seit Monaten in überragender Form aufspielende Naldo. Die sieben Quali-Tore von Marcelo Moreno halfen Bolivien nicht, über den vorletzten Platz der Südamerika-Qualifikation hinauszukommen.

„Clos du Griffier“, der: Vor kurzem ist die wohl älteste und aktuell wertvollste Flasche Cognac der Welt – der „Clos du Griffier (fine Champagne)" für 25.000 Euro versteigert worden. Das Geburtsjahr des Cognacs kann auf 1788 beziffert werden. Seitdem wurde diese unersetzbare Kostbarkeit im exquisiten Weinkeller des Pariser Traditions-Restaurant "La Tour d'Argent" gehütet. Nicht ganz so lang – „erst“ seit 1972 – aber ebenso eine gefühlte Ewigkeit wirkt der gebürtige Mannheimer Thomas Schaaf bei Werder Bremen. Damals ein jugendliches Talent, das später Profi wird; es folgt der Übergang als Jugend-Trainer bis hin zum Cheftrainer des Bundesliga-Teams. Neben ihrer ausdauernden Konstanz, an nur einem Ort zu verweilen, haben Schaaf und der „Clos du Griffier“ besonders eine weitere bedeutsame Gemeinsamkeit. Sie konnten über Jahre hinweg in Ruhe reifen. Der Tropfen überstand Revolutionen, Generationen, Jahrhunderte – Der Trainer, die Persönlichkeit Thomas Schaaf prägt mittlerweile schon zehn Jahre lang die Bundesliga. Dieses in der Gegenwart, wie er selbst beschreibt, „so schnelllebige, so rasante Geschäft.“ Zum Vergleich: Mehr als 80 Trainerposten wurden in jenen zehn Jahren bei anderen Bundesliga-Klubs ausgetauscht. Nach dem Abgang von Otto Rehhagel 1995 geriet Werder auf eine Suche nach sich selbst, erst mit dem ungeahnten Glücksgriff endete der sportliche Wankelmut. „Der Befreiungsschlag, der gerade noch rechtzeitig kam“, wird Marco Bode zehn Jahre später einmal sagen. Im Mai 1999 hing Werders sportliche Zukunft am seidenen Faden, Jung-Trainer Schaaf bewahrte Bremen vor der Zweitklassigkeit. Es folgten eine Meisterschaft, fünf Jahre Champions League, drei DFB-Pokalsiege und ein UEFA-Cup-Finale. Der offensive Spielstil, die Entwicklung unzähliger Top-Spieler begeistert Millionen Fußball-Fans. Trotz aller Erfolge blieb Schaaf stets unaufgeregt in dieser so oft aufgeregten Branche, authentisch und Werder treu. Kurzum: Eine schier unersetzbare Kostbarkeit.

Defensive, die: „Man merkt, dass die Mannschaft Spaß daran hat, zu Null zu spielen.“ Dies ist nicht etwa ein überliefertes Zitat von Huub Stevens aus dem Jahr 1997, als dessen Schalker („Die Null muss stehen“) selbst Inter Mailand im UEFA-Cup-Finale erschöpften. Ferner ist es nicht mal eines von Rudi Gutendorf. Vielmehr diktierte es Werders Geschäftsführer Klaus Allofs im vergangenen Herbst in die Notizblöcke der Journalisten. Soeben war das Spiel in Stuttgart abgepfiffen worden – ein 2:0-Sieg am achten Spieltag der laufenden Bundesliga. Nur 16 Gegentore kassierte Werder in der gesamten Hinrunde. So wenige wie im ganzen abgelaufenen Jahrzehnt nicht mehr. Acht mal endeten die 17 Bundesliga-Partien gar ohne Gegentreffer der Grün-Weißen. Beinah hätte Tim Wiese sogar Oliver Recks Vereinsrekord aus der Saison 1988/89 gebrochen. 619 Minuten am Stück hatte der 29-Jährige nicht hinter sich greifen müssen, bis Bochums Stanislav Sestak – 22 Minuten fehlten – ihn überwand. Die neue Qualität sticht dennoch heraus. „Es ist ein Gesamtgebilde. Und dieses Gesamtgebilde hat daran gearbeitet, dass wir nun auch hinten besser stehen. Die Mannschaft bringt individuelle Stärke zum Tragen und sie ist bereit, auch an Dingen, die nicht so gut funktionieren, zu arbeiten“, sagte Thomas Schaaf im Dezember der SZ. Vor nicht allzu langer Zeit blieb an ihr noch der Ruf haften, in der Defensivarbeit zu oft der ein oder anderen Unkonzentriertheit anheim zu fallen. Und heute? „Wir verteidigen unser Tor jetzt bis aufs Blut, und das gelingt uns gut“, sagte Kapitän Torsten Frings. Vorne hui, hinten auch. Torgefahr und offensiver Spielstil litten nicht darunter. „Wir haben viel gearbeitet. Wir stehen jetzt ein Stück weit tiefer, laufen auch nicht mehr so weit in Konter, haben viele Fehler minimiert“, erklärte Per Mertesacker diese Entwicklung. „Aber wir müssen trotzdem auf dem Teppich bleiben, denn wir sind noch immer nicht da, wo wir hinwollen.“


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Werder-Almanach 2009 - E bis H: Konstanter Hunt Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zwölf Monate sind wie im Flug vergangen. Höhen und Tiefen, Jubel und Enttäuschung, Abschiede und Rückkehrer. 2009 – kein Jahr wie jedes Andere. Nicht leicht, dabei den Überblick zu behalten. Deswegen bietet WERDER.DE zum Jahresende einmal mehr den grün-weißen Almanach an. Werder 2009 von A bis Z, zum Erinnern und Schmunzeln. Heute: Teil 2 - E bis H:


Einstein, Albert: Mehr als vier Monate lang konnte sich entgegenstellen, wer wollte. Werder Bremen war nicht bezwingbar. Eine beeindruckende Serie – und das bei steter Drei-Wettbewerbsbelastung im Rücken. Es benötigte eigentlich schon höherer Mathematik, um die Eventualitäten auszurechnen, wie die Grün-Weißen denn noch bezwungen sind: „Auch dafür hätte Albert Einstein sicher eine Möglichkeit gefunden, um die Wahrscheinlichkeit einer Niederlage auszurechnen“, vermutete Schalkes Trainer Felix Magath. Unschön nur, dass die Königsblauen am 12. Dezember im Weser-Stadion keinen theoretischen, sondern einen ganz praktischen Lösungsweg fanden. Seit dem 2:3 am ersten Spieltag gegen Eintracht Frankfurt am 8. August - mitsamt wettbewerbsübergreifend 23 Pflichtspielen - hatte Thomas Schaafs Mannschaft nicht mehr verloren; bis der FC Schalke anreiste und einen 2:0-Auswärtssieg einfuhr. „Die Schalker haben cleverer agiert, Signale gesetzt und irgendwann erarbeitest du dir so ein Übergewicht. Es war eindrucksvoll, wie sie hier auswärts aufgetreten sind“, bekannte Geschäftsführer Klaus Allofs nach Abpfiff in den Katakomben. Natürlich sind derartige Serien nur statistische Spielerei und täuschten bei Werder auch niemanden, gerade aufgrund der im Schlussteil dieser 23 Spiele angehäuften ärgerlichen Punktverluste per Unentschieden. Gegen Dortmund, Wolfsburg oder in Köln etwa. Außerdem bleibt in der Rückrunde noch genug Zeit, um eine neue Serie zu starten. Am besten gleich beginnend zum Auftakt – bei Eintracht Frankfurt.

Frauen-Team, das: Stichwort Männerdomäne? Da hatten die Fragensteller bei Angela Merkel an der falschen Haustür geklopft. „Verlassen Sie doch einfach mal Ihre Klischees und unser Gespräch wird interessanter“, wies die Bundeskanzlerin schon vor Jahren in einem Interview Journalisten zurecht. Birte Brüggemann, Werders Projektleiterin für den Frauenfußball, können Vorurteile nicht erschrecken. Sie hat seit 2007 eh keine Minute, um Zeit damit zu verschwenden, sondern sorgte mit der Unterstützung von Geschäftsführer Klaus-Dieter Fischer entscheidend dafür, dass sich die Frauen-Abteilung im Eiltempo zu einer festen Institution im Verein entwickelt hat. Heute sind die „Einsteigerinnen“ von einst ihren Kinderschuhen lange entwachsen. Ohne Zwischenstopp überwanden sie auch die Regionalliga, knapp vor dem ärgsten Verfolger Cloppenburg.„Der Aufstieg ist eine große Überraschung. Wir waren nur einen Wimpernschlag voraus, aber haben uns das hart erarbeitet“, unterstrich Brüggemann. Zur Winterpause belegen die Grün-Weißen einen sicheren Mittelfeldplatz in der 2. Bundesliga. Eine weitere Weiche für die Zukunft ist bereits gestellt worden. Ab 2010 stößt mit Holger Stemmann der zweite hauptamtliche Mitarbeiter zum Team. „Damit unterstreichen wir die Ernsthaftigkeit und die Nachhaltigkeit, mit der wir unseren ganz eigenen Weg weiter gehen wollen“, betonte Klaus-Dieter Fischer. Im Sommer übernimmt Stemmann das Traineramt der 1. Frauen von Birte Brüggemann, die sich dann ausschließlich der Jugend und konzeptionellen Arbeit widmen wird.

Goslar: Oft ist in den letzten Wochen diese Flucht in die niedersächsische Harzidylle in Erinnerung gerufen worden. Wie der junge Aaron Hunt – keine zwei Wochen im Werder-Internat beheimatet – dem Heimweh in Richtung Goslar nachgab. Und wie er nach intensiven Bemühungen – allen voran jenen seines Nachwuchstrainers Bernd Pfeiffer - wieder zurückkehrte. Das war 2001, vier Jahre später feierte er gerade 18-jährig seinen ersten Bundesliga-Einsatz gegen Hannover 96. Fußballerisch zu Außergewöhnlichem fähig, brauchte es jedoch Geduld bis in die Hinrunde 2009/10, ehe Hunt endlich zu anhaltender Konstanz auf dem Platz fand. „Er hat sein Leistungsvermögen bislang ja nie konstant rüberbringen können“, rief Thomas Schaaf ins Gedächtnis, „jetzt schafft er das." Auch, weil Schaaf selbst von Hunt und dessen Anlagen immer überzeugt war. Die aktuellen Zahlen der Vorrunde sprechen für sich. Der 23-Jährige verpasste kein Bundesliga-Spiel, erzielte fünf Tore und bereitete drei vor. „Aaron ist doch inzwischen ein sehr konstanter Leistungsträger. Dass er dazu fähig ist, überrascht mich nicht, er hat ja schon in der Vergangenheit oft super Spiele gezeigt“, pries Teamkollege Naldo. „Das wird ihm jetzt als Maß vorgesetzt“, fügte sein Trainer hinzu. Zwei Verbandsradare gaben ob der überzeugenden Darbietungen unüberhörbar Laut. Die englische FA aus Hunts „Mutterland“ zeigte sich alles andere als abgeneigt – gleiches galt zweifelsohne für den DFB. Der Offensiv-Allrounder positionierte sich eindeutig zugunsten des DFB-Teams. Alsbald klingelte das Handy – am anderen Ende der Leitung ertönte Joachim Löws einladende Stimme. Im November gab Aaron Hunt im Freundschaftspiel gegen die Elfenbeinküste sein Nationalmannschaftsdebüt. Südafrika 2010 rückt immer näher. Der Gelobte selbst ließ unlängst im Interview mit Werder.de Vorsicht walten: „Ich weiß, wie schnell auch alles in die andere Richtung gehen kann. Ich mache mir darüber jetzt keine Gedanken und konzentriere mich auf jedes Spiel. Aber natürlich ist es auch so, dass ich weiß, dass es für jeden Spieler das Größte ist, eine Weltmeisterschaft zu spielen.“

Helsingborg: Der DFB ist einer der erfolgreichsten Fußballverbände der Welt. Doch um erstmals den wichtigsten kontinentalen Titel im ältesten Junioren-Jahrgang zu gewinnen, brauchte es 31 Jahre seit Einführung des Turniers. 23 Hochbegabte bestiegen Ende Juni das Siegertreppchen der U-21-EM in Schweden. Unter ihnen Spielmacher Mesut Özil, Defensiv-Stütze Sebastian Boenisch und Wirbelwind Marko Marin (Drei Tage später begann dessen Bremer Arbeitsverhältnis). Oft nur Momente entscheiden über Wohl oder Wehle. Wer weiß, was geschehen wäre, wenn Marko Marin im Halbfinale von Helsingborg kurz vor der Pause beim Stand von 0:0 den Schuss des Italieners Salvatore Bocchetti nicht von der Linie gekratzt hätte? Zumindest hätte Andreas Becks Fernschuss-Tor (48.) nicht den Sieg bedeutet. Weniger Mühe machte der deutschen Nationalmannschaft das Finale, wo England glatt mit 4:0 bezwungen wurde. Prägender Mann des Finals: Mesut Özil. „Brillianz“ attestierte ZDF-Kommentator Bela Réthy Özils wegbereitendem Pass durch die Gasse, der drei Engländer im engsten Raum verdutzt zurückließ und den Leverkusens Gonzalo Castro in der 23. Minute zum 1:0 ins Tor lupfte. Das vorentscheidende 2:0 gelang dem Spielgestalter per Freistoß gleich selbst, das 3:0 bereitete er wieder vor. Im November wurde das grün-weiße Trio Boenisch, Marin und Özil auf der Jahreshauptversammlung des SV „Werder“ von 1899 für diesen Erfolg mit der Leistungsnadel in Gold ausgezeichnet.


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27.12.2009 19:09 Johannes80 ist offline E-Mail an Johannes80 senden Beiträge von Johannes80 suchen Nehmen Sie Johannes80 in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie Johannes80 in Ihre Kontaktliste ein MSN Passport-Profil von Johannes80 anzeigen
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Werder-Almanach 2009 - I bis K: Kein Istanbuler Happy-End Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zwölf Monate sind wie im Flug vergangen. Höhen und Tiefen, Jubel und Enttäuschung, Abschiede und Rückkehrer. 2009 – kein Jahr wie jedes Andere. Nicht leicht, dabei den Überblick zu behalten. Deswegen bietet WERDER.DE zum Jahresende einmal mehr den grün-weißen Almanach an. Werder 2009 von A bis Z, zum Erinnern und Schmunzeln. Heute: Teil 3 - I bis K:

I - Istanbul: Sie hatte Großes erreicht, sie stand in dieser Europapokal-Saison – wie es sich Thomas Schaaf immer erhofft – für „besondere Dinge“, allein der letzte Schritt, so kurz vor dem Ziel, im Istanbuler Sükrü Saracoglu missglückte der Mannschaft von Werder Bremen. Der große AC Mailand, AS St.-Etienne, Udinese Calcio und der HSV waren der Reihe nach seit dem Sechszehntelfinale an den Grün-Weißen gescheitert. „Wir sind einen so langen Weg gegangen“, sagte Schaaf im Vorfeld der Partie, „aber wir wissen, dass der Abend nur zwei Varianten anbietet, entweder riesige Freude oder riesige Enttäuschung.“ Das bittere zweite Szenario sollte die Bremer ereilen. Mit 2:1 behauptete sich Schachtjor Donezk in der Verlängerung des letzten UEFA-Cup-Finals. Dorthin, in ein Europapokal-Finale, hatte es sieben lange Jahre kein deutscher Klub mehr geschafft. Zwar konnte Naldos scharfer Freistoß (35.) Luiz Adrianos Führungstor (25.) zwischenzeitlich egalisieren. In Minute 97 allerdings überwand Jadson per Flachschuss Tim Wiese. Und diese lange Geschichte ohne Happy-End wäre nicht vollständig erzählt, ohne das Unheil der drei schon vor Anpfiff geknickten Männer auf der Ehrentribüne. Diego wurde im Halbfinal-Rückspiel nach Provokation und Stoß von Alex Silva für ein Wortgefecht mit dem brasilianischen Landsmann bestraft, Hugo Almeida für einen blöden Rempler in der Nachspielzeit (Beide Gelsperre), Per Mertesackers Knöchel ging langwierig lädiert aus einem Foul von Ivica Olic heraus. Während der verletzte Innenverteidiger nach Abpfiff von den Mitspielern zum Feiern in die Kuvre getragen wurde, machten die Journalisten den nichtsahnenden Portugiesen erst in der Mixed-Zone auf die folgenschweren Auswirkungen seines Fauxpas aufmerksam. Er hätte im Boden versinken wollen. Diegos Genialität, Mertesackers defensive Stabilität und Almeidas körperliche Wucht waren im Finale schmerzlich vermisst. Und trotz dieser traurigen Istanbuler Nacht wagten sich alsbald wieder Sonnenstrahlen an den Horizont – zehn Tage später stand das DFB-Pokalfinale an.

J - Junge, kam bald wieder: Spätestens als diese graue Vespa wieder über Bremer Straßen knatterte, waren die letzten Zweifel ausgeräumt. Tim Borowski – und sein Lieblingsgefährt - kehrten im Sommer 2009 nach einem einjährigen Gastspiel beim FC Bayern wieder an den Osterdeich zurück. „Ich hatte ein kurioses Jahr bei den Bayern, möchte diese tolle Erfahrung aber nicht missen. Jetzt freue ich mich auf Werder“, sagte der 29-Jährige am Tag der Heimkehr. Viel hat Borowski sogleich wiedererkannt: „Die Strukturen, die handelnden Personen, die Menschen, die Kabine. Ich weiß das Umfeld zu schätzen.“ Aber einiges hatte sich in der Zwischenzeit auch ereignet – die Westkurve spross aus dem Boden, ein sechster DFB-Pokal glänzt in der Vitrine. Aber richtig neu ist vor allem jene bedeutende Rückennummer 6, die er seitdem trägt. „Eigentlich hätte ich ‚Baumi‘ anrufen müssen, ob ich diese Nummer überhaupt annehmen darf, er hat sie immerhin zehn Jahre getragen. Aber er wird es mir nicht übel nehmen.“ Hat er nicht. Zwölf Jahre schnürte Borowski schon die Schuhe für den Verein, „bei dem ich groß geworden bin.“ Aus dem einstigen Internatsschüler wurde ein Profi, Deutscher Meister und Pokalsieger, Nationalspieler. Standing-Ovations begleiteten den gebürtigen Neubrandenburger bei seinem vorerst letzten Heimspiel, damals im Mai 2008. Der neuerliche Empfang der Werder-Fans ging nicht minder herzlich von Statten. „Die ersten Kontakte zu den Bremer Anhängern waren sehr gut. Sie haben sich gefreut, ich habe mich gefreut, die Chemie stimmt einfach.“

K - „erloschene Kerze“, die: Die ersten Wochen spiegelten identisch das wider, was ihm über drei Jahre in Bremen geschah, dem wohl besten Bundesliga-Akteur der vergangenen Spielzeiten. Diego begeisterte mit seiner Kunst die Massen, sie jubelten ihm zu, die Medien trompeteten Jubelarien – nur trugen die Menschen auf den Tribünen nicht mehr Grün Weiß, sondern Schwarz-Weiß. An der Weser entwickelte er sich zu einem mehr als würdigen Nachfolger Johan Micouds, der Werder und seinen Fans viel mehr gab als 84 Bundesliga-Spiele, 38 Tore und 31 Vorlagen, bevor es ihn im Sommer zu Juventus Turin verschlug. „Wir verlieren einen Spieler, der unser Spiel erheblich beeinflusst hat. Es war ein Glücksfall für uns und die ganze Liga, einen solchen Spieler drei Jahre bei uns zu haben“, ehrte ihn Geschäftsführer Klaus Allofs. Für den Gelobten überwog die Dankbarkeit: „Ich werde immer mit großer Sehnsucht an Bremen zurückdenken. Ich hatte hier die besten Jahre meiner Karriere und meines Lebens. Egal was passiert, Werder Bremen wird für immer in meinem Herzen bleiben.“ Die saisonale Frühform von Juventus Turin ist derweil abgeebbt und auch der Ex-Werderaner konnte seine neue Mannschaft noch nicht aus dem sumpfigen Boddenschlick ziehen, er kämpft selbst mit kleineren Blessuren und Leistungsschwankungen. „La vecchia Signora“ wurde in der Champions League von den Bayern gedemütigt und versteckt sich in der Serie A neun Punkte hinter Spitzenreiter Inter. Jetzt pfeifen die Massen, die mediale Schelten sind unbarmherzig. „Wie eine längst erloschene Kerze“ schimpfte die Zeitung „La Stampa“ nach der Bayern-Pleite in Diegos Richtung. Aber der kleine 24-Jährige mit dem großen Kämpferherz wird sich auch aus diesem Tal befreien. Und noch immer wäre so gut wie jeder europäische Spitzenklub mit stolz geschwellter Brust dankbar darüber, Diego in den eigenen Reihen finden zu dürfen.


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28.12.2009 19:31 Johannes80 ist offline E-Mail an Johannes80 senden Beiträge von Johannes80 suchen Nehmen Sie Johannes80 in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie Johannes80 in Ihre Kontaktliste ein MSN Passport-Profil von Johannes80 anzeigen
Der Betreiber von Werder4you.de distanziert sich hiermit ausdrücklich durch den von Johannes80 am 28.12.2009 um 19:31 verfassten Beitrag. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung.
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Werder-Almanach 2009 - L bis O: Adieu des stillen Lotsen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zwölf Monate sind wie im Flug vergangen. Höhen und Tiefen, Jubel und Enttäuschung, Abschiede und Rückkehrer. 2009 – kein Jahr wie jedes Andere. Nicht leicht, dabei den Überblick zu behalten. Deswegen bietet WERDER.DE zum Jahresende einmal mehr den grün-weißen Almanach an. Werder 2009 von A bis Z, zum Erinnern und Schmunzeln. Heute: Teil 4 - L bis O:


stille Lotse, der: Einzelne Augenblicke eines Pokalfinals vor über 74.000 Zuschauern hervorzuheben, scheint dem großen Anlass eigentlich nicht gebührend. Doch jemand, der sich 2009 dieses Privileg wie kein Zweiter verdiente,verließ unter orkanartigen Beifall in der 60. Minute ein letztes Mal das Profi-Fußballfeld: Frank Baumann. Dieser geballte Fokus war atypisch, aber gleichwohl „ein bewegender Moment“, für ihn, den stillen Lotsen. Zeit seiner Karriere kam Werders jüngster Ehrenspielführer ohne Allüren, große Klappe. Er benötigte sie gar nicht, sondern wurde auch so gehört. Zehn Jahre bei Werder, neun davon im hierarchisch höchsten Amt – dem des Mannschaftskapitäns. An einer Meisterschaft, zwei DFB-Pokalsiegen, fünf Jahren Champions League und einem UEFA-Cup-Finale war der Franke aktivst mitbeteiligt. Hinzu kommt die Vize-Weltmeisterschaft 2002. Klaus Allofs bringt es auf den Punkt: „Frank hat mit seiner ruhigen, sachlichen und sehr zuverlässigen Art auch die Außenwirkung von Werder mitgeprägt und Anteil daran, wie sympathisch wir wahrgenommen werden. Vor allem aber hat er über einen sehr langen Zeitraum sehr erfolgreich Fußball gespielt.“ Ab Januar 2010 steigt der 34-Jährige zum Assistenten der Geschäftsführung auf, „als Lehrling, der sehr davon profitieren wird, von so einem erfahrenen Mann wie Klaus zu lernen.“ Drei Anläufe brauchte es Ende der Neunziger, um Baumann vom 1. FC Nürnberg loszueisen. Seine erste Absage begründete er noch per persönlichem Brief. Beinah wäre es sogar zur dritten gekommen. „Ich hatte eine enge Bindung zum FCN und außerdem ein schlechtes Gewissen wegen der ominösen Torszene“, sagte er Werder.de kurz vor seinem Karriereende. Am letzten Spieltag 1998/99 vergab er in der 90. Minute eine Riesenchance gegen Freiburg, der Club hätte ansonsten die Klasse gehalten. Thomas Schaaf überzeugte den aufstrebenden Jüngling schlussendlich doch zum nächsten Karrierreschritt. Sein Glück, Werders Glück.

Mainz 05: Lefteris Matsoukas hatte Werders U 19 mit seinem 1:0-Siegtor im Halbfinal-Hinspiel um die deutsche A-Junioren-Meisterschaft am Mainzer Bruchweg die Tür weit aufgeschoben. 90 konzentrierte Minuten standen noch aus, gut 2.000 Werder-Fans fieberten im Rückspiel dem ersten Finale mit Bremer Beteiligung seit 2000 entgegen. Letztmalig 1999 hieß der deutsche A-Junioren-Meister Werder Bremen. Doch Borowskis Erben hielten dem starken FSV Mainz nicht stand, die gewannen 3:0 auf „Platz 11“. Dennoch überwog schlussendlich verdientermaßen die Freude über das zuvor in einem Herzschlag-Finale Errungene, den Gewinn der Bundesliga Nord/Ost-Staffel.Geschäftsführer Klaus-Dieter Fischer hob hervor: "Wir brauchen nicht unzufrieden sein. Wir sind Norddeutscher Meister geworden und haben die Teams vieler großer Clubs hinter uns gelassen. Wir haben unter Beweis gestellt, welch gute Jugendarbeit wir hier leisten." Gleiches galt für Nachwuchsmanager Uwe Harttgen: „Wir sind stolz auf diesen Erfolg, er ist eine beachtliche Leistung. Das ist wirklich eine schöne Geschichte." Und Mirko Votavas Jungs waren nicht an irgendjemandem gescheitert. Eine Woche nach dem Weiterkommen in Bremen holte sich der FSV erstmals die deutsche Junioren-Meisterschaft. An der Seitenlinie wurden sie übrigens von einem gewissen Thomas Tuchel angeleitet. Der kehrte kaum drei Monate später zurück – diesmal ins Weser-Stadion als Trainer der Mainzer Bundesliga-Profis.

Nobody, sein Name war: Er schoss und schoss und schoss, ganze fünf Mal in den 30 Minuten nach seiner Einwechslung; schier ohne nachzuladen, fast wie im Western. Doch entweder fehlten Philipp Bargfrede Zentimeter oder Unions Keeper Daniel Glinker schmiss sich in den Weg. Werder gewann zum DFB-Pokal-Auftakt 5:0 bei Zweitliga-Aufsteiger Union Berlin und eine bis dahin bei vielen Außenstehenden nahezu unbekannte „Alternative“ (Klaus Allofs) für weitere Aufgaben hinzu. „Wer ist dieser selbstbewusste Nobody und von wo kommt der her?“, werden sich die Fans in der Berliner Wuhlheide gefragt haben. „Auf dem Sportplatz in Heeslingen quasi groß geworden“, gibt der Jung-Profi Auskunft, mit 16 fest in Werders Nachwuchs, zuletzt U 23 und abgeschlossene Einzelhandelskaufmann-Ausbildung im Sportgeschäft von Vater und Ex-Werderaner Hans-Jürgen. Beim Tag der Fans kurz vor Saisonbeginn „schmerzt das Handgelenk“ vom vielen Signieren. Bargfrede trifft „viele Menschen aus meiner Heimatregion. Einige davon habe ich noch vor ein paar Monaten im Laden bedient und heute schreibe ich ihnen Autogramme.“ Die Karriere hat Tempo aufgenommen. Keine vier Wochen nach dem Union-Ausrufezeichen: Wieder in Berlin, diesmal im Olympiastadion, Bargfrede erstmals in der Bundesliga-Startelf. Er rackert, stopft Löcher, gewinnt Bälle, spielt kluge Pässe, ein überaus ansprechener Arbeitstag endet in Minute 69. „Der Einstand ist mir einigermaßen gelungen“, sagte der 20-Jährige danach zurückhaltend. „Es macht Freude, wie er das angeht“, berichtet Klaus Allofs. Tim Wiese sieht „viel Potential nach oben“. Bis zum 14. Spieltag wird der Mittelfeldspieler die Anfangsformation nicht mehr verlassen. Nur auf das erste Tor muss Bargfrede noch warten – es kommt bestimmt.

„Oceana“, die: Wochenende für Wochenende strömen Hunderttausende Fußball-Anhänger in die Bundesliga-Stadien der Repuplik. Sie reisen mit dem Auto, dem Bus, der Straßenbahn, dem Zug, dem Fahrrad, wenige von ihnen vielleicht sogar per Flugzeug an oder bewegen sich zu Fuß fort. Dass Fans jedoch direkt vor die Stadiontore geschippert werden, dürfte ein weltweiter Nimbus sein. In Bremen ist das seit Anfang November möglich, denn am Fuße des Weser-Stadions ist vor dem Heimspiel gegen Borussia Dortmund ein eigens errichteter Schiffsanleger eingeweiht worden. Bis zu 4.000 Stadiongängern ist es seitdem möglich, ohne jegliche Stau-Barrieren zu ihren grün-weißen Lieblingen zu gelangen, 700 Passagiere kann allein der größte Dampfer der Hal-Oever-Flotte – die „Oceana“ – befördern. Drei Monate dauerte die Planphase, nur fünf Wochen die bauliche Realisierung. „Damit geht ein Traum in Erfüllung. Wir haben oft am Fenster gestanden, auf die Weser geschaut und darüber gesprochen, dass man diese Möglichkeit viel besser nutzen müsste. Jetzt ist es soweit und es ist richtig schön“, sagte Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs im Zuge der Eröffnung. Wenn Träume schwimmen lernen.


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29.12.2009 14:37 Johannes80 ist offline E-Mail an Johannes80 senden Beiträge von Johannes80 suchen Nehmen Sie Johannes80 in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie Johannes80 in Ihre Kontaktliste ein MSN Passport-Profil von Johannes80 anzeigen
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Werder-Almanach 2009 - P bis S: 19 Tage, x Geschichten Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zwölf Monate sind wie im Flug vergangen. Höhen und Tiefen, Jubel und Enttäuschung, Abschiede und Rückkehrer. 2009 – kein Jahr wie jedes Andere. Nicht leicht, dabei den Überblick zu behalten. Deswegen bietet WERDER.DE zum Jahresende einmal mehr den grün-weißen Almanach an. Werder 2009 von A bis Z, zum Erinnern und Schmunzeln. Heute: Teil 5 - P bis S:


P - Pizarro, Claudio: Bei dieser fundamentalen Nachricht musste sogar der Werder.de-Server kurzzeitig tief Luft holen, derart gewaltig war der Ansturm auf die Homepage am 18. August. Das freudige Ereignis, was nach Wochen intensivster Verhandlungen zu verkünden war: Claudio Pizarro kehrt abermals vom FC Chelsea zurück zu Werder Bremen, nicht mehr ausgeliehen, fest verpflichtet bis zum 30. Juni 2012 mit beidseitiger Option auf eine weitere Saison. Unablehnbare Argumente, die der Peruaner zu seinem mittlerweile dritten Karriere-Aufenthalt an der Weser, bewogen, fanden sich zu Hauf: „Mir war wichtig, dass Thomas und Klaus nach wie vor da sind und ich freue mich auf die alten Kollegen und die Neuzugänge. Ich spüre die positive Energie, die die Leute mir hier in Bremen entgegen bringen. Auch meine Familie fühlt sich hier sehr wohl“, zählte der „eiskalte Torjäger mit außergewöhnlichen Fähigkeiten“ (O-Ton Mesut Özil) auf. Und als wäre er nie weggewesen, glänzte das vollstreckende Schlitzohr gleich zum Comeback mit zwei Toren gegen Borussia Mönchengladbach, sechs häufte er in seinen diesjährigen ersten acht Bundesliga-Partien an, außerdem vier in drei Europa-League-Begegnungen. Dann kreuzte ein törichter Haarriss im Sprunggelenk den Lauf des 31-Jährigen. Erst sieben Wochen später – kurz vor Weihnachten – war dieser vollkommen ausgeheilt. Dennoch wird sich Claudio Pizarro auch davon nicht aufhalten lassen, sondern in der Rückrunde weiter Törchen um Törchen an einen Rekord herantasten. Noch zehn Treffer fehlen ihm auf Giovane Elber (260 Spiele/133 Tore), dem bislang erfolgreichsten ausländischen Knipser der Bundesliga-Geschichte.

Q - dramatische Quartett, das: Vier Duelle der gleichen Kontrahenten auf höchstem Niveau, 19 Tage, 1.001 Geschichten, deren einzeln detailliertes Aufzählen und Berichten jeglichen Rahmen sprengen würde. Das hatte der Zufall Ende April für Werder Bremen und den Hamburger SV vorgesehen. Es geschah Wegweisendes, Vorentscheidendes, Folgenschweres, Kurioses und vor allem: großer Fußball. Die Dramaturgie in vier Akten zusammengefasst: „WIESE! FINALE!“, titelte Werder.de in der Nacht des 22. Aprils. Die drei Versuche Boatengs, Olic‘ und Jansens hielt der Bremer Keeper im Elfmeterschießen des DFB-Pokalhalbfinals und explodierte die 100 Meter in Richtung Werder-Fanblock, dass der hinter ihm her hechelnde Per Mertesacker sich nachher den Ruß aus dem Gesicht wischen musste. Im folgenden Halbfinal-Hinspiel des UEFA-Cups köpfte der 1,69 Meter große Floh Piotr Trochowski seinen HSV schier ebenbildlich akrobatisch in Front wie es der 1,69 Meter groß Floh Lionel Messi Wochen später im Champions-League-Finale tat.Das Rückspiel? Früher Rückstand, großes Aufbäumen, kleine Papierkugel = Finale! Und abschließend am 31. Spieltag der Bundesliga verdarb sich Martin Jols Mannschaft beim 0:2 im Weser-Stadion wohl vorzeitig die erste Meisterschaft seit 1983. „Dass wir uns in allen Wettbewerben durchsetzen, davon hätte man nicht ausgehen können. Es hätte alles passieren können, auch wir hätten alles verlieren können“, sprach Klaus Allofs salomonisch. Dieser 19-tägige „Alptraum des HSV hatte eine grün-weiße Hintergrundfarbe“, befand der SPIEGEL. Sogar Tim Wiese – ein Bremer – musste schier übersättigt von den bühnentauglichen Ereignissen feststellen: „Aber ich bin jetzt auch froh, dass es vorbei ist.“

R - Ronaldo Aparecido Rodrigues: Die Ente des Jahres erreichte die Öffentlichkeit kurz vor Werders Trainingsstart im Juli. Wie ein englisches Internet-Portal damals verbreitete, war die Unterschrift des Innenverteidigers Naldo bei Arsenal London nur noch reine Formsache. „We expect to move him for somewhere in the region of ten million“, zitierte jenes seltsame Portal einen gewissen – die angewandte Schreibeweise sticht besonders heraus – „Thomas Schaff“. Die Werder-Verantwortlichen hatten für diesen Erpel in fast schon dreist fälschlicher Manier höchstens ein übermüdetes Lächeln auf den Lippen. „Und zehn Millionen? Die Summe wäre lächerlich für einen wie Naldo“, bemerkte die Süddeutsche Zeitung treffend. Im September verlängerte der Brasilianer seinen Vertrag bis 2013. Aus dem schmächtigen Schlacks, 2005 vom brasilianischen Verein Juventude als Erbe Valerien Ismaéls nach Bremen gewechselt, ist ein absoluter Führungsspieler geworden, einer der in den viereinhalb Jahren von 153 möglichen Bundesliga-Spielen 139 bestritten hat. Seine Fähigkeiten sind beeindruckend: Hinten wehren die zwei Türme Naldo und Mertesacker – dominant und zweikampfstark - im Verbund mit den neun anderen Werder-Aktiven gegnerische Versuche so erfolgreich ab wie nie, in der Offensive köpft Naldo gefährlich oder zündelt allzu gern an regelrechten Sprenggeschossen, meist Freistöße bzw. Fernschüsse aus einer Torentfernung zwischen 30 und 50 Meter. Wettbewerbsübergreifend netzte er in dieser Saison bereits acht Mal. Darüber hinaus darf sich der 27-Jährige berechtigte Hoffnung auf eine WM-Teilnahme mit der brasilianischen Selecao machen.

S - Skat: 2009 hieß auch Abschiednehmen von zwei der wichtigsten und prägendsten Weichensteller Werder Bremens der letzten 20 Jahre. Die beiden Geschäftsführer Manfred Müller und Jürgen L. Born traten ihren wohlverdienten Ruhestand an. Müller begann 1988 als Schatzmeister und war in der Klubspitze der vergangenen Jahre für Marketing und Management zuständig. Nur ein Beispiel - das neue Weser-Stadion? Ohne Manfred Müllers Visionen, Planungen, Umsetzungen nicht möglich. Bis zur Fertigstellung 2011 bleibt der 65-Jährige in beratender Funktion aktiv. Finanzexperte Born stieß 1999 in den Vorstand der Grün-Weißen, übernahm später das Amt des Vorsitzenden der Geschäftsführung und verantwortete außerdem unter anderem den Ausbau aller wichtigen Geschäftsfelder und die Professionalisierung der Medienarbeit. Allein in den vergangenen zehn Jahren erreichte Werder unter Müllers und Borns Mitregie eine Umsatzsteigerung von 87 Millionen Euro auf den Rekord von 120,7 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2008/2009. Manfred Müllers Nachfolger in der dreiköpfigen Geschäftsführung Klaus Filbry war 16 Jahre für den Sportartikel-Konzern Adidas in wechselnden Bereichen tätig. Zuletzt stand er als Vice President Global Football Sports Marketing für die Gestaltung und Umsetzung der Verträge mit weltweiten Partnern in der Verantwortung. „Ich scheide glücklich aus“, gestand Müller, verriet der Kreiszeitung allerdings, „dass mir dieses Prickeln vor den Europapokal-Spielen schon fehlen wird – und meine Skatgewinne auch. Aber das heißt ja nicht, dass ich künftig gar nicht mehr mitfliege.“ Und VIP-Platin-Karten auf Lebenszeit für die Heimspiele besitzen die beiden ja ebenfalls. Genug Möglichkeiten für gesellige Skat-Runden werden also auch weiterhin gegeben sein.

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30.12.2009 14:53 Johannes80 ist offline E-Mail an Johannes80 senden Beiträge von Johannes80 suchen Nehmen Sie Johannes80 in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie Johannes80 in Ihre Kontaktliste ein MSN Passport-Profil von Johannes80 anzeigen
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Zwölf Monate sind wie im Flug vergangen. Höhen und Tiefen, Jubel und Enttäuschung, Abschiede und Rückkehrer. 2009 – kein Jahr wie jedes Andere. Nicht leicht, dabei den Überblick zu behalten. Deswegen bietet WERDER.DE zum Jahresende einmal mehr den grün-weißen Almanach an. Werder 2009 von A bis Z, zum Erinnern und Schmunzeln. Heute: Teil 6 - T bis W:


T - Tudor, Alexandru Dan: Vier Minuten, die Peter Niemeyer ganz schnell aus der persönlichen Erinnerung des Jahres 2009 löschen mochte. Im Europa-League-Heimspiel gegen Athletic Bilbao Anfang Oktober war die Partie in ihre entscheidende Phase gelangt. Werder führte 2:0, Niemeyer nahm in der 60. Minute Philipp Bargfredes Platz ein und sollte gegen körperlich äußerst robuste Basken mit dafür sorgen, defensive Gefahrenherde erst gar nicht aufkeimen zu lassen. Kaum auf dem Feld wurde Xabi Castillo vom 26-Jährigen gelegt. Gelb. Allerdings brachte der defensive Mittelfeldspieler nur drei Minuten nach der ersten verwarnenden Sanktion nun Iker Munian nahe des Mittelkreises unsanft zu Fall. Mit weit aufgerissenen Augen sah Niemeyer dem heran eilenden Schiedsrichter Dan Alexandru Tudor entgegen. Der zögerte nicht – in seiner Hand präsentierte er im Zeitraffer Gelb und Rot. Alptraumartige Augenblicke, die schier nicht enden wollen. Der Bestrafte schlich gesenkten Kopfes vom Rasen. „Er war vermutlich der einsamste Werder-Spieler an diesem Tag“, diagnostizierte WERDER.TV. Ein Kraftakt der zehn Verbliebenen schloss sich an. Bilbao warf alles nach vorn, die Grün-Weißen hielten dagegen. In der Nachspielzeit besorgte Fernando Llorente noch das Anschlusstor. Erfreulicherweise entschied Kapitän Torsten Frings nur Sekunden vor dem Abpfiff per Elfmeter die Partie endgültig. „Ich muss mich bei der Mannschaft entschuldigen. Gott sei Dank ist das mit einem Happyend ausgegangen“, sagte der geknickte Niemeyer später. Trost und aufmunternde Worte gab es von den Mitspielern: „Ich bin mir sicher, dass er daraus lernen wird", versicherte Tim Wiese.

U - U 23: Sinnbildlich für die Gefühlslage des gesamten Trosses von Werders U 23, der sich Ende Mai zum Herzschlagfinale der 3. Liga nach Düsseldorf aufgemacht hatte, stand Klaus-Dieter Fischers erlöste Reaktion nach Spielende: „Das war wohl die schönste Niederlage, die ich bislang erlebt habe", entfuhr es dem Geschäftsführer. 0:1 hatten die Werder-Fohlen vor einer tobenden Rekordkulisse (50.095 Fans) bei der Fortuna verloren, da Marco Christs Bogenlampe frühzeitig den Weg hinter die Linie fand (12.). Selbst bei Torhüter Sebastian Mielitz‘ Bundesliga-Debüt im Dezember in Köln konnten nicht ganz so viele Menschen ins Stadion pilgern, „nur“ 50.000. Düsseldorf war mit diesem Sieg in die 2. Bundesliga zurückgekehrt. Der Klassenerhalt der Grün-Weißen jedoch hing beinah bis zum Schluss am seidenen Faden – solange bis die endgültig frohe Kunde aus Unterhaching Einzug hielt.Dort gewannen die Münchner Vorstädter mit 2:1 gegen Werders ärgsten Konkurrenten VfR Aalen, ein Punkt Vorsprung war über die Ziellinie gerettet worden. Das versöhnliche Ende einer langen, nervenaufreibenden, kräftezehrenden Saison in der neu erschaffenen Spielklasse. Nachwuchsmanager Uwe Harttgen bilanzierte: „Die Mannschaft musste während der Saison so viele Nackenschläge wegstecken und ist immer wieder aufgestanden. Das war schon eine außergewöhnliche Leistung. Der gesamten Mannschaft, dem Trainerteam und dem Team hinter der Mannschaft muss man große Anerkennung zollen. Sie hat sich den Klassenerhalt hart erarbeitet.“

V - Vin Rouge, le: Wenn die alte Liebe ruft… „Klaus Allofs hat angerufen und mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte, mal wieder vorbeizuschauen. Lange überlegen musste ich nicht“, verriet ein ganz besonderer Ehrengast des UEFA-Cup-Heimsieges über AS St.-Etienne am 12. März: Johan Micoud war der persönlichen Einladung der Geschäftsführung gerne gefolgt. Für zwei Tage weilte 'le Chef' an der Stätte großer Erfolge. Er, der – wie sein Trainer Thomas Schaaf ihn einmal auszeichnete - „die Leichtigkeit des Spiels in einer Art gezeigt hat, wie es nur wenige können.“ Auf dem Programm standen Wiedersehen mit Freunden, bekannten Gesichtern und der Stadt, Erinnerungen aufleben lassen – an vier gemeinsam erfolgreiche Jahre. Die Zeit flog nur so dahin. Und die Begeisterung des Bremer Publikums ist auch drei Jahre nach dem Bremer Abschied des großen Dirigenten ungebrochen. Selbst während des St.-Etienne-Spiels hallten Ehrwürdigungen durch das weite Rund. Fast wie damals, als über 40.000 Werder-Fans im Stadion dem Beatles-Klassiker „Hey Jude“ eines Tages kurzerhand einen neuen Refrain vermachten: „Na-Na-Na-Na-Na-Na-Na-Na-Na-Na-Na – Micooooooud!“ Aber was macht Micoud heute, nachdem er seine Karriere im Sommer 2008 bei Girondins Bordeaux ausklingen ließ? Der 36-Jährige ist Winzer aus Leidenschaft, wie er Werder.de in einem ausführlichen Interview verriet. Zusammen mit vier Freunden betreibt der Franzose eine kleine Rotwein-Parzelle im Pomerol, aus deren Trauben der „Chateau La Connivence“ gewonnen wird. „Die Bezeichnung des Weines hat viel mit ernst gemeinter Freundschaft zu tun“, erklärte Micoud. Doch auch der Fußball rückt „nach dem Abstandgewinnen“ allmählich wieder in den Vordergrund: „Die Perspektive, die ich für mich sehe, ist es, als Spielervermittler tätig zu werden. Ich weiß, dass es eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen wird, bis man da Fuß gefasst hat, aber ich habe einfach Lust, mein Fußballwissen an junge Spieler weiterzugeben.“

W - Weser-Stadion, das: Keine Atempause, es geht voran. Die umfassende Neugestaltung des Weser-Stadions in eine „reine“ Fußball-Arena läuft seit Sommer 2008 auf Hochtouren und nahm auch 2009 von Tag zu Tag mehr Gestalt an. Nachdem zur Südtribüne hin die letzten Stahlträger der Unterkonstruktion installiert wurden, konnte Anfang Oktober damit begonnen werden, die ersten Photovoltaik-Elemente an der neuen Ost-Fassade anzubringen. Inzwischen sind die Arbeiten abgeschlossen. Mittels großer Saugnäpfe wurden die PV-Elemente an ihren Bestimmungsort gehoben. Jeder Besucher bekommt jetzt einen Eindruck davon, wie das spätere Gesamtbild einmal aussehen wird. „Damit Sonnenlicht und Ausblick auf die Trainingsplätze nicht verwehrt bleiben, werden vor den Fenstern von Internat und Büroräumen reine Glaselemente eingebaut", sagte Geschäftsführer Manfred Müller, der auch nach seinen angetretenen Ruhestand bis zur Fertigstellung des zukunftsweisenden Groß-Projektes als Berater aktiv ist und sich weiterhin ständig auf der Baustelle Weser-Stadion nach dem Stand der Dinge informieren wird. Futuristisch und einzigartig wird in die neue Dach- und Fassadenkonstruktion innovativste Solartechnik in Form einer Photovoltaik-Anlage integriert, die pro Jahr circa 750.000 Kilowattstunden Strom produzieren kann und den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid um mehr als 400 Tonnen verringert. Und innendrin? Die neue Westtribüne ist nahezu fertiggestellt, bereits Mitte Dezember gegen den FC Schalke fanden erstmals 2.100 Zuschauer auf dem Oberrang ihren Platz. Bereits zum Heimspiel am 19. Spieltag gegen den FC Bayern könnte sie erstmals voll besetzt sein.

Der abschließende Teil des WERDER-Almanachs 2009 folgt


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02.01.2010 20:32 Johannes80 ist offline E-Mail an Johannes80 senden Beiträge von Johannes80 suchen Nehmen Sie Johannes80 in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie Johannes80 in Ihre Kontaktliste ein MSN Passport-Profil von Johannes80 anzeigen
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Zwölf Monate sind wie im Flug vergangen. Höhen und Tiefen, Jubel und Enttäuschung, Abschiede und Rückkehrer. 2009 – kein Jahr wie jedes Andere. Nicht leicht, dabei den Überblick zu behalten. Deswegen bietet WERDER.DE zum Jahresende einmal mehr den grün-weißen Almanach an. Werder 2009 von A bis Z, zum Erinnern und Schmunzeln. Heute: 7. und letzter Teil - X bis Z:


X – römische Zehn, die: Kaum zwei Monate war Thomas Schaaf im Amt des Cheftrainers, da durfte er am 14. Juli 1999 auf einer Sonder-Pressekonferenz den neben ihm sitzenden alten Weggefährten Klaus Allofs ein zweites Mal bei Werder begrüßen – als neuen Sportdirektor. Gemeinsam waren beide schon ein Teil der Mannschaft, die zwischen 1991 und 1993 nacheinander im Jahresrhythmus den DFB-Pokal, den Europapokal der Pokalsieger und die Deutsche Meisterschaft nach Bremen holte. Damals konnte noch niemand ahnen, dass die Klubführung um Dr. Franz Böhmert im Jahr 1999 alsbald ein kongeniales Duo mit den geteilten Haupttätigkeitsfeldern am Regiepult (Allofs) und auf dem Rasen (Schaaf) zusammengebracht hatte. Für Klaus Allofs wie auch für Thomas Schaaf die erste große Aufgabe in der jeweiligen Funktion. Aber es gab viel zu tun, um Werder wieder in eine konstant erfolgreiche Zukunft zu führen. „Die Substanz war nicht mehr so gegeben. Da hatte ich schon Vorstellungen, wie das aussehen sollte, wo wir wieder hinkommen sollten und wie das dann geschehen sollte“, erinnerte sich Allofs unlängst im WDR an den Kader vor zehn Jahren. Zu den ersten gemeinsamen Neuverpflichtungen zählte ein 20-jähriger Peruaner: Claudio Pizarro. Dieser blieb in den folgenden Jahren nicht der einzige sportliche Glücksgriff. Der heute 53-Jährige Allofs formte mit Schaaf binnen fünf Jahren eine Mannschaft, die 2004 das Double holen sollte. Die folgenden Jahrgänge starteten bislang unter anderem fünf Jahre in der Champions League, erreichten das UEFA-Cup-Finale, gewannen einen weiteren DFB-Pokal und vor allem: spielten einen – wenn nicht sogar den – attraktivsten Fußball aller Bundesligisten. 2009 übernahm Klaus Allofs zusätzlich zu seinem Amt des Geschäftsführers Profi-Fußball außerdem das des Vorsitzenden der Geschäftsführung der GmbH und Co KG aA.

Y - Youngster, die: Es war ein alles andere als alltäglicher Schnupperkurs als i-Tüpfelchen eines unvergesslichen Jahres. Während die Bundesliga Mitte November eine Länderspielpause einlegte, durften sich zwei Jungs erstmals unter Thomas Schaafs Trainingsgruppe mischen. Florian Trinks und Lennart Thy aus Werders U 19 war diese Belohnung des Cheftrainers zu Teil geworden. „Eine schöne Sache für uns beide. Ich habe mich riesig darüber gefreut. Aber natürlich merkt man, wie groß gerade die Tempounterschiede sind“, sagte ein abgekämpfter Trinks nach der Einheit. Für Thomas Schaaf bedeutete die Berufung der Trainingsneulinge keine ungewöhnliche Maßnahme: „Wir arbeiten eng mit unserem Leistungszentrum zusammen, beobachten im intensiven Austausch mit den Trainern unsere Nachwuchsspieler und überzeugen uns – wo es die Zeit zulässt – auch selbst vor Ort bei deren Spielen. Wenn uns dabei Spieler auffallen, dann kann man das nur belohnen.“ Und diesen Lohn ernteten sie zu Recht. Im Mai drehten Thy und Trinks mit ihren Toren im Finale der U-17-Europameisterschaft die Partie. Schlussendlich stand ein 2:1-Sieg über die Niederlande und damit der Heim-Titel für die DFB-Auswahl. Der Siegtreffer gelang Trinks per fulminantem Freistoß aus gut 25 Metern in den linken Giebel - das spätere Tor des Monats Mai. Im Oktober nahmen beide an der U-17-WM in Nigeria teil, in Werders U 19 sind sie absolute Leistungsträger, obendrein gab es die Auszeichnung der Leistungsnadeln in Gold zur diesjährigen Mitgliederversammlung. „Jetzt fängt für uns ein neuer Schritt an. Es steht noch ein weiter Weg bevor“, unterstrich Trinks.

Z - Zentralstadion, das: Eine grün-weiße Mannschaft plus Funktionsteam, acht Fans, fast 4.000 Kilometer Anreise. Wahrlich ein kleines Abenteuer erwartete die Werderaner, als sie am 26. August den Flieger in Richtung Asien bestiegen. Noch nie hatte Werder Bremen soweit von daheim entfernt eine Pflichtpartie zu bestreiten. Das Rückspiel der Ausscheidungsrunde für die Gruppenphase der Europa League stand an (Hin: 6:3). Mitten in der kasachischen Steppe tat sich dann der mit etwas mehr als 280.000 Einwohnern bevölkerte „weiße Hügel“, wie Aktobe ins Deutsche übersetzt werden kann, auf. Für architektonische und kulturelle Besonderheiten der Stadt blieb kein Raum im engen Terminkalender. „Wir sind nett und freundlich aufgenommen worden. Das war sehr angenehm“, erklärte Cheftrainer Thomas Schaaf, „doch mehr als Flughafen, Hotel, Stadion werden wir nicht zu sehen bekommen.“ Abhilfe leistete da das WERDER.TV-Team, das eine ausführliche Städte- und Landschaftstour für alle Daheimgebliebenen festgehalten hat. „Unsere ganze Stadt ist fußballverrückt. Der Fußball hat dafür gesorgt, dass man Aktobe jetzt bis nach Bremen kennt. Ich bin sehr stolz, dass sich die Mannschaft mit einem europäischen Topteam messen kann“, sagte ein junger Kasache im Interview mit WERDER.TV. „Weltklasse“ nahm Aktobes Trainer Vladimir Mukhanov gar in der Bewertung Werders in den Mund. Vor gut 11.000 Zuschauern in Aktobes Zentralstadion brachten die Gastgeber die Grün-Weißen zu Beginn gehörig unter Druck, das enthusiastische Publikum war aus dem Häuschen. Doch Werder hielt dem Stand, Claudio Pizarro traf doppelt und sicherte einen 2:0-Auswärtssieg. Trotzdessen wusste Per Mertesacker vor der Abreise nur Gutes über den Heimanhang zu berichten: „Sie sind einfach begeistert, dass wir hier sind. Freundlich-fanatisch.“


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