Johannes80
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Fischer und Votava besuchen Jugendanstalt Hameln |
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Integration durch Sport – dieser Leitgedanke wird bei Werder Bremen sprichwörtlich umgesetzt. So waren die Grün-Weißen am Dienstag in besonderer Mission unterwegs. Vereinspräsident und Geschäftsführer Klaus-Dieter Fischer und U19-Trainer Mirko Votava besuchten die Jugendanstalt in Hameln, um einen Einblick in die Arbeit mit jugendlichen Straffälligen zu bekommen.
Thomas Köster vom Sportdienst der Jugendanstalt hatte die Werderaner eingeladen. Und natürlich drehte sich bei dem Besuch fast alles um das Thema Sport. Nach einer persönlichen Begrüßung durch Anstaltsleiterin Christiane Jesse ging es im Rahmen einer kurzen Führung über das Gelände, das mit seinen großflächigen Grünanlagen und Sportplätzen durchaus für erstaunte Gesichter bei den Gästen aus Bremen sorgte.
In der Sporthalle wurden Klaus-Dieter Fischer und Mirko Votava im Anschluss von rund 50 Inhaftierten sowie Gästen und Bediensteten empfangen. Im Rahmen eines Vortrags gab Werders Vereinspräsident den interessierten Zuhörern einen Überblick in die Arbeit der Grün-Weißen. Dabei ging er nicht nur auf das sportliche Kerngeschäft ein, sondern referierte auch über die zahlreichen Aktivitäten außerhalb des Spielfeldes. Viele der Insassen zeigten sich gut informiert und nutzen die Gelegenheit, den erfahrenen Werderaner mit Fragen zu löchern. Wo genau sich Werder Bremen im Kosovo engagiere, wie viel man in der Champions League verdiene und wer in der nächsten Saison Diego ersetzen solle, hakten die Jugendlichen nach. Zum Abschluss hatte Klaus-Dieter Fischer noch eine besondere Überraschung im Gepäck. Aus einem unscheinbaren schwarzen Koffer zauberte er den original DFB-Pokal hervor und jeder Inhaftierte bekam die Möglichkeit, sich mit dem guten Stück fotografieren zu lassen.
Kurz darauf folgte für 18 der Jugendlichen gleich das nächste Highlight. Werders U19-Trainer Mirko Votava ging mit den Mitgliedern der Neigungsgruppe Fußball für eine Trainingseinheit auf den Rasenplatz. Mit verschiedenen Aufwärmübungen, Torschusstraining und einem abschließenden Spiel sorgte der ehemalige Fußballprofi für eine abwechslungsreiche Übungsstunde.
"Integration und Jugendarbeit: Das sind Themen, die uns verbinden", sagte Christiane Jesse in Bezug auf den Kontakt zu Werder Bremen und ergänzte: "Sport ist ein enorm wichtiger Integrationsfaktor. Beim Sport lernen die jungen Menschen Sozialverhalten, Teamfähigkeit, Konfliktfähigkeit und Frustrationstoleranz."
Dass der Besuch nicht der letzte Kontakt zwischen Werder Bremen und der Jugendanstalt Hameln war, steht schon jetzt fest. Klaus-Dieter Fischer machte der Haftanstalt noch vor Ort das Angebot, im Rahmen der Erweiterung des grün-weißen Projektes '100 Schulen – 100 Vereine' Partner von Werder Bremen zu werden.
Die Jugendanstalt Hameln (JA Hameln) ist die einzige Jugendanstalt Niedersachsens für geschlossenen Jugendvollzug und mit 793 Haftplätzen die größte Jugendanstalt Deutschlands. Die Inhaftierten sind ausschließlich männlich und zwischen 14 und 24 Jahre alt. Ihre Strafhöhen betragen zwischen 6 Monaten und 10 Jahren.
Anja Kelterborn
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